Hüni — KI-Gemeindeassistent
KI-Gemeindeassistent für Hünenberg. RAG-basierter Chat mit Halluzinations-Stopp, Quellenangaben und Schweizer Datenhoheit.
Problem
Bürgerinnen und Bürger verlieren Zeit beim Suchen amtlicher Informationen auf tief verschachtelten Gemeindewebsites. Hünenberg betreibt zwar einen modernen Online-Schalter und die eZug-App, doch die häufigsten Anfragen (Adressänderung, Hundeanmeldung, Abfallkalender) führen weiterhin zu Telefonaten oder Schalterbesuchen.
Kommerzielle Chatbot-Lösungen sind für eine Schweizer Gemeinde ungeeignet: sie halluzinieren bei Wissenslücken, verarbeiten Daten ausserhalb der Schweiz und liefern keine verlässlichen Quellenangaben. Statische FAQs wiederum skalieren nicht auf die Bandbreite realer Bürgerfragen.
Lösung
Hüni ist ein KI-Gemeindeassistent auf Basis von Retrieval-Augmented Generation (RAG). Die Wissensbasis besteht ausschliesslich aus verifizierten Quellen der Gemeinde: Reglemente, Sitemap, Online-Schalter, Abfallkalender.
Ein strikter System-Prompt erzwingt drei nicht verhandelbare Regeln: Quellenangaben bei jeder inhaltlichen Antwort, aktive Verweigerung der Verarbeitung von Personendaten, und ein harter Halluzinations-Stopp — wenn die Wissensbasis eine Frage nicht beantwortet, wird konsequent an die Gemeindekanzlei eskaliert.
Architektur: Hosting vollständig in der Schweiz, DSG-konforme Auftragsverarbeitung. Geschätzte Betriebskosten für eine Gemeinde mit 9'000 Einwohnern: CHF 200–400 monatlich.
Zielgruppe
Primär:
- Schweizer Gemeinden mittlerer Grösse (5'000–25'000 Einwohner)
- Kantonale Verwaltungen mit Fokus auf Bürgerservices
- Gemeindekanzleien mit hohem Volumen wiederkehrender Anfragen
Sekundär:
- Gemeinden mit hohem Anteil internationaler Bevölkerung (Mehrsprachigkeitsbedarf)
- Gemeindeverbände, die Shared-Service-Modelle aufbauen
- GovTech-Anbieter als White-Label-Komponente
Tech Stack
Compliance
Roadmap
Q2 2026 — Pilot
Funktionsfähiger Prototyp mit kuratierter Wissensbasis (≈30 Einträge), browserbasiertem Widget und Offline-Mirror. Halluzinations-Tests gegen Edge Cases. Stakeholder-Demo vor Gemeinderat Hünenberg.
Q3 2026 — Backend
Cloudflare Worker als API-Proxy. Vektor-DB (Qdrant, Schweizer Hosting). Sitemap-Crawler für automatischen Ingest. Friendly-User-Test mit 50 Hünenbergerinnen und Hünenbergern.
Q4 2026 — Go-Live
Produktiv-Launch auf huenenberg.ch. Analytics-Dashboard für die Verwaltung (häufigste Fragen, Eskalationsraten, Nutzungsmuster). Iterative Verfeinerung der Wissensbasis.
2027 — Skalierung
Adoption durch 2–3 weitere Zuger Gemeinden. Vollständige Mehrsprachigkeit (FR / IT / EN). Integration eZug-eID für persönliche, authentifizierte Auskünfte.
Literatur & Referenzen
- Lewis, P. et al. (2020): Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks. arXiv:2005.11401.
- Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB): Leitfaden zum Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung, 2024.
- Bundeskanzlei: Strategie Digitale Verwaltung Schweiz 2024–2027.
- Kanton Zug: eZug — Digitale Verwaltung 2026, Strategiepapier.
- OECD (2023): Recommendation on Artificial Intelligence — Public Sector Application.
Screenshots
FAQ
Wie verhindert Hüni Halluzinationen?
Werden persönliche Daten verarbeitet?
Wo werden die Daten gehostet?
Wie aktuell ist die Wissensbasis?
Was kostet der Betrieb?
Können andere Gemeinden Hüni adoptieren?
Was passiert bei rechtsverbindlichen Anfragen?
Welches Sprachmodell wird verwendet?
Case Study
Eine Schweizer Gemeinde mit 9'000 Einwohnern testet einen KI-Assistenten, der Bürgerservices rund um die Uhr verfügbar macht — ohne die Risiken kommerzieller Chatbots.
Hünenberg gehört zu den digital fortschrittlichsten Gemeinden des Kantons Zug. Mit der eZug-App, einem etablierten Online-Schalter und einer aktiven Energiestadt-Gold-Strategie ist die Basis-Digitalisierung längst erledigt. Die nächste Frage: Wie können KI-Werkzeuge Bürgerservices vertiefen, ohne kantonale Standards der Datenhoheit und Rechtssicherheit zu kompromittieren?
Die Hypothese
Ein eng kuratierter RAG-Bot, gespeist ausschliesslich aus offiziellen Gemeindedokumenten und mit hartem Halluzinations-Stopp, könnte die häufigsten Bürgeranfragen — Adressänderung, Hundeanmeldung, Abfallkalender — ohne menschlichen Aufwand beantworten und komplexe Anliegen sauber an die Verwaltung eskalieren.
Der Prototyp
In 14 Tagen entstand ein vollständig funktionsfähiger Prototyp mit 30 Wissensbasis-Einträgen, browserbasiertem Widget und expliziten Halluzinations-Tests gegen typische Schwächen von Konsumenten-KI ("Welche Lottozahlen kommen am Samstag?"). Das System hält sich strikt an Quellenangaben und verweist konsequent auf die Gemeindekanzlei, wenn keine offizielle Quelle vorliegt.
Der Weg zur Produktion
Der Pilot ist als modulare Architektur konzipiert: ein Sitemap-Crawler ersetzt die manuelle Wissensbasis, ein API-Proxy löst die Sicherheit, die Vektor-Datenbank wahrt die Datenhoheit. Alle Daten in der Schweiz, DSG-konform. Geschätzte Betriebskosten: CHF 200–400 monatlich für eine 9'000-Einwohner-Gemeinde.
Der entscheidende Unterschied zu Chatbase und kommerziellen Lösungen: Hüni darf nicht improvisieren. Was nicht in der Quelle steht, wird nicht gesagt.
Weitere Projekte
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Was bauen wir gemeinsam?
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